Gemeinde Wüstenrot

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Silberstollen

Silberstollen im Gewann Pfaffenklinge

Etwa 150 m nach Ortsausgang Wüstenrot in Richtung Schmellenhof
Der Silberstollen, bestehend aus den Gängen "Unverhofftes Glück" (127,6 m lang) und "Soldatenglück" (34,85 m lang). Beide Stollen sind heute aus Sicherheitsgründen (Gefahr von herabstürzendem Geröll) und aus ökologischen Gründen (Schutz der Tierwelt in den Stollen) nicht mehr begehbar. 1772 behauptete gegenüber dem Prälaten Öttinger aus Murrhardt ein Mann namens Friedrich Ziegel anhand einiger Erzproben von der Pfaffenklinge, dass vor 200 Jahren in Wüstenrot ein reiches Silberbergwerk war. Dieses Gespräch verfolgte ein Gast des Hauses, Bergrat Riedel aus Sachsen, welcher den Prälaten Öttinger dazu überredete hierfür noch andere Personen zu interessieren und an der Fundstelle ein Bergwerk entstehen zu lassen.

Silberstollen Eingang von aussen
Silberstollen Eingang von aussen
Silberstollen Eingang von innen
Silberstollen Eingang von innen

Die Begeisterung war grenzenlos, als Riedel gar die Behauptung aufstellte, dass in jedem Zentner Erz aus jeder Grube 23 Lot (entspricht ca. 400g) Silber, sowie auch etwas Gold stecken würde und großartige Gewinne in Aussicht stellte. Es entstand der Stollen „Unverhofftes Glück“ bald darauf, als weiterer Stollen, „Soldatenglück“. Doch außer ein wenig Kupfer wurde nichts gefunden. Schließlich glaubten die Leute Riedel, trotz aller Raffinesse nicht mehr, verkauften ihre Anteilscheine oder verzichten feierlich auf diese. Bergart Riedel wurden Bergsiegel und Bergamtsbuch abgenommen und er wurde in Löwenstein verhaftet und verurteilt. Seit dem ruht das Suchen nach Gold und Silber in den Bergen des Mainhardter Waldes und nur die Namen der beiden Stollen erinnern an den Schwindel.